Energiewissen

Fertigungsmanagementsystem

Das Ferti­gungs­ma­nage­ment­system (Manufacturing Execution System MES) ist ein Produktionsleitsystem. Es zeichnet sich durch die direkte Anbindung verteilter Systeme aus. Das MES ermöglicht dadurch die Steuerung und Kontrolle der Produktion in Echtzeit. Das betrifft sowohl die Datenerfassung und die Aufbereitung der Daten als auch die Steuerung der produktionsnahen Prozesse.

Die wichtigsten Aufgaben des MES werden vom Verein Deutscher Ingenieure e.V. in der Richtlinie VDI 5600 beschrieben. Dazu zählen bespielsweise:

  • 1. die Feinplanung und Feinsteuerung
  • 2. das Betriebsmittelmanagement
  • 3. das Materialmanagement
  • 4. das Personalmanagement
  • 5. die Datenerfassung
  • 6. die Leistungsanalyse
  • 7. das Qualitätsmanagement
  • 8. das Informationsmanagement
  • 9. das Energiemanagement
  • 10. das Auftragsmanagement

Eine Energiemanagementsoftware kann wesentliche Teilbereiche des Fertigungsmanagements unterstützen.

Ferti­gungs­ma­nage­ment­system

Ferti­gungs­ma­nage­ment­system MES

Smart Meter

Ein Smart Meter ist ein intelligenter, vernetzter Zähler für Energien wie beispielsweise Strom, Gas oder Wasser. Dabei handelt es handelt sich in der Regel um ein elektronisches Gerät zum Messen des Energieverbrauchs. Ein intelligenter Zähler kann im Gegensatz zu einem konventionellen Zähler die  Informationen jedoch speichern. Die gemessenen Daten können dann in festgelegten Zeitintervallen über eine Kommunikationseinheit (Smart-Meter-Gateway) in ein Kommunikationsnetz eingespeist werden. Damit ermöglicht dieser Zähler die Kommunikation zwischen Nutzer und Energieversorger. Ist die Messeinrichtung mit einem Smart-Meter-Gateway verbunden, spricht man von einem intelligenten Messsystem.

Smart Metering umfasst das computergestützte Messen und Steuern von Energieverbräuchen und Energiezufuhr. Smart-Metering-Systeme beinhalten neben den intelligenten, digitalen Zählern zusätzliche Ein- und Ausgabegeräte sowie die entsprechenden Onlinesysteme.

Die Visualisierung der Verbrauchsdaten aus Smart Metern in einer App oder einem Webportal hilft Kunden zu erkennen, wieviel Strom (Gas oder Wasser) in welchem Zeitintervall verbraucht wurde. Die Daten können ausgewertet werden und dienen z.B. als Grundlage für eine Optimierung des Netz- und Lastmanagements seitens der Versorgungsunternehmen. Das Smart Metering kann ein Bestandteil beim Energiemanagement sein.

Smart Meter

Smart Meter

Zählpunkt

Ein Zählpunkt ist in der Energiewirtschaft ein Punkt, an dem Versorgungsleistungen an den Verbraucher geleistet werden. Dabei kann es sich um Strom, Fernwärme, Erdgas oder auch Trinkwasser handeln.

Dem Punkt wird eine Zählpunktbezeichnung (ZPB) zugeordnet. Anhand dieser Bezeichnung kann er eindeutig identifiziert werden. Der Zählpunkt kann dabei ein Zähler (z.B. der Stromzähler) sein. Es können aber auch mehrere Zähler zu einem virtuellen Messpunkt zusammengefasst werden.

Die Zählpunktbezeichnung wird vom EVU bereitgestellt. Sie ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich 33-stellig und setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

Ländercode nach DIN ISO 3166 (2 Stellen)
Netzbetreiber (6 Stellen)
Postleitzahl (5 Stellen)
Zählpunktnummer (20 Stellen alphanumerisch)

Seit dem 01.02.2018 wird der Begriff Zählpunkt durch die Bezeichnung Messlokation abgelöst. Das entspricht den Vorgaben der Bundesnetzagentur (BNetzA) und Erfordernissen des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende / Interimsmodell (BK&-16-200 und BK/-16-142).

 

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