Energiewissen

Schutz für sensible Daten – 2-Faktor-Authentisierung für Kundenportale

Datensicherheit ist eines der wichtigen Themen für Online-Portale von Stadtwerken und Energieversorgern. Sensible Kundendaten, Produkt- und Unternehmensinformationen müssen so sicher wie möglich geschützt werden. Deshalb steht die 2-Faktor-Authentisierung (2FA) als Sicherheitsprozedur nun auch für das ITC-Portal zur Verfügung.

Die 2FA erhöht die Sicherheit beim Onlinezugriff auf individuelle Kundendaten. Sie ist eine zusätzliche Sicherungsfunktion, bei der sich der Anwender für einen erfolgreichen Login mit zwei unterschiedlichen Quellen autorisieren muss. Bei zahlreichen Internetshops und Plattformen wird das Verfahren bereits vielfach angeboten. Für die Bankenbranche ist sie sogar gesetzlich vorgeschrieben.

ITC-Portalnutzer können 2FA aktivieren

„Die 2FA steht nun auch für das ITC-Portal zur Verfügung. Nutzer können die Funktion direkt im Portal aktivieren“, sagt André von Falkenburg, Leiter Customizing bei der ITC AG. Zusätzlich zum „normalen“ Login, bestehend aus Benutzername und Passwort, kommt dann eine weitere Sicherheitsebene hinzu. Hierzu ist die Eingabe eines Einmalcodes/ One-Time Passcode (OTP)oder einer TAN nötig. Dies werden per App, z.B. über Google Authenticator oder FreeOTP, bereitgestellt. Alternativ kann der Code auch per SMS oder E-Mail übermittelt werden.

„Jeder zusätzliche Authentisierungs-Faktor macht ein System sicherer. Attacken sind so weit weniger gefährlich, weil das reine Knacken des Passworts nicht mehr ausreicht, um Zugriff auf sensible Daten zu erhalten“, betont von Falkenburg. Die einzelnen Faktoren sind unabhängig voneinander. Sollte einer der Faktoren kompromittiert werden, betrifft das den anderen nicht.

2-Faktor-Authentisierung (2-FA) erhöht die Sicherheit in Online-Portalen

2-Faktor-Authentisierung (2-FA) erhöht die Sicherheit in Online-Portalen

Milliarden Messwerte performant verarbeiten

Die Menge der Daten, die durch den Rollout intelligenter Messsysteme, IoT-Devices oder neue Sensorik  entsteht, steigt exponentiell an. Um diese Milliarden Datensätze auch künftig performant über die ITC Energiemanagementplattform bereitzustellen und zu verarbeiten, unterstützt das ITC-Portal jetzt auch Zeitreihendatenbanken.

Mit dem Rollout der intelligenten Messsysteme (iMSys) für den Massenmarkt (SLP-Kunden) steigt die Menge der Daten stetig an. Bei Stadtwerken zum Beispiel kommen jährlich mehrere Milliarden neue Datensätze dazu, die entsprechend verarbeitet und den iMSys-Nutzern über das Internet bereitgestellt werden müssen.

Für die Analyse, Auswertung und Visualisierung hochaufgelöster Daten steht Anwendern seit Jahren die hocheffiziente Energiemanagement-Plattform ITC PowerCommerce EnMS zur Verfügung. Auch für die Visualisierung von Echtzeitdaten bietet die Portal-Software bereits unterschiedliche Funktionen und Dashboards an, wie zum Beispiel Smart-Meter-Portale und Kundenportale für Messstellenbetreiber.

 Performante Backendsysteme mit Zeitreihendatenbanken

Für die schnelle Bereitstellung dieser Datenmengen über das Internet sind hoch performante Back-Endsysteme unerlässlich. Diese können die Daten nicht nur in Echtzeit generieren, sondern auch für das Unternehmen relevante Daten analysieren und an der richtigen Stelle weiterverarbeiten. Die Lösung: als offenes System unterstützt das ITC-Portal jetzt auch verschiedene Open-Source Zeitreihendatenbanken (engl. time series database),  welche auf die Speicherung und Verarbeitung von Zeitreihen bzw. Zeit- und Wertepaaren optimiert sind.

Der Support der neuen Datenbank-Technologie basiert auf einem Forschungsprojekt der ITC AG in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IWS in Dresden und dem Institut für Angewandte Informatik aus Leipzig.

Zeitreihendatenbanken für die performante Verarbeitung von Energiedaten

Zeitreihendatenbanken für die performante Verarbeitung von großer Datenmengen

Energie­ma­nagement-Software: neue Version 2.201 veröf­fent­licht

Das aktuelle Release 2.201 der Energiemanagement-Software ITC PowerCommerce EnMS professional ist erschienen.  Cloud und SaaS Anwender  bekommen die neue Version mit zahlreichen Neuerungen und Verbesserungen im Rahmen der Standardaktualisierungen automatisch bereitgestellt und installiert.

Neue Funktionen (Auszug):

  • Erweiterte tabellarische Ausgabe im Analyseprozess
  • Zählerbezogene Dateiablage im Frontoffice
  • Excel- und CSV-Export für aggregierte Werte auf Gruppenebene
  • optimierte Usability für Streudiagramme und Dauerlinie auf mobilen Endegeräten
  • Excel- und CSV-Download: Freie Auswahl der Granularität der exportierten Werte
  • Erweiterung der Löschoption in der Lokationsverwaltung im Backoffice

 

 

 

Große Nachfrage bei ITC Cloud-Lösungen

Die Nachfrage nach ITC-Portal-Lösungen aus der Cloud, sowohl im Bereich Energie­ma­nagement aber auch für den zerti­fi­zierten Betrieb von ITC-Portalen im Segment „Customer Care“ ist weiterhin sehr stark. Die ITC AG hat daher im Zuge der kontinuierlichen Leistungsverbesserung eine neue System-Umgebung in Betrieb genommen und alle bestehenden Lösungen auf die neue Infrastruktur migriert.

Besonders hervorzuheben ist dabei die Umstellung auf ein neues High-Performance Storage System, welches insbesondere bei komplexen Analysen eine bessere Performance bietet. Auch bei der Verarbeitung großer Datenmengen erhält man deutliche Geschwindigkeitszuwächse. Die Migration konnte im laufenden Betrieb und bei gleichzeitig höchster Verfügbarkeit der Live-Umgebungen durchgeführt werden. Ein weiterer Vorteil ist die einfachere Skalierbarkeit bei wachsenden Datenmengen.

Die neue Cloud-Systemumgebung erfüllt höchste Anfor­de­rungen an Daten­si­cherheit und Integrität und ist umfang­reich zerti­fi­ziert. Der Einsatz neuester Techno­logien im Bereich USV und Kühlung bietet darüber hinaus eine äußerst hohe Verfüg­barkeit bei optimaler Energie­ef­fi­zienz. Mit der Erwei­terung konnte die ITC AG eine leistungs­starke, multi­red­un­dante Direkt­an­bindung an die europäi­schen Hochge­schwin­dig­keits­netze umsetzen. Dies bringt insbe­sondere für unsere zahlreichen inter­na­tio­nalen Anwender einen Perfor­man­ce­zu­wachs mit sich. Auch geored­un­dante Setups lassen sich bei Bedarf einfach reali­sieren.

Smart-Meter-Rollout: Neues Kundenportal für Messstellenbetreiber

 

Neue Portal-Funktionen speziell für Messstellenbetreiber (MSB) – Stromverbrauch aus iMSys wird schnell, übersichtlich und kostengünstig online bereitgestellt

Portal für Messtellenbetreiber (gMSB und wMSB)

Portal für Messtellenbetreiber (MSB)

Für den anstehenden Smart-Meter-Rollout gibt es ab sofort eine innovative Lösung speziell für grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) und wettbewerbliche MSB (wMSB). Die ITC AG präsentiert neue Portal-Funktionen des Online-Kundenportals ITC PowerCommerce® MSB. Es steht dabei als eigenständige Portal-Lösung (gMSB/wMSB-Portale) oder als Erweiterung für bestehende ITC-Portale zur Verfügung.

 

ITC PowerCommerce® MSB – innovatives Online-Kundenportal

Mit dem Einbau intelligenter Messsysteme (iMSys) sind Messstellenbetreiber verpflichtet, dem Letztverbraucher zwingend auch dessen persönliche Messwerte auszuwerten. Bis spätestens 2032 müssen bei Verbrauchern mit mehr als 6000 kWh Verbrauch intelligente Zähler installiert werden. Dank des ITC-Kundenportals bieten MSB ihren Endkunden mehr Transparenz und unkomplizierten Zugang rund um die Uhr. Die neuen MSB-Funktionen können beispielsweise von Privat- und Geschäftskunden genutzt werden. Aber  auch Anwender in Industrie und in Kommunen können die Software für das Energiemonitoring nutzen.

„Von den neuen MSB-Funktionen der Portalsoftware profitieren alle Messstellenbetreiber. Für gMSB stehen Basisfunktionen zur Verfügung, um vom Messstellenbetriebsgesetz geforderte Inhalte bereitzustellen, wie Tages-, Wochen-, Monats-, Jahresverbräuche sowie Tarifinformationen. Für wettbewerbliche Messstellenbetreiber gibt es viele weitere Analyse-, Monitoring- und Reporting-Funktionen. Das macht das Kundenportal auch zu einer Plattform für Mehrwertdienste“, sagt Steve Pater, Senior Technical Consultant bei der ITC AG in Dresden.

Kundenfreundlich und unkompliziert

ITC PowerCommerce® MSB bietet eine ausgereifte, professionelle Softwarelösung. Der Letztverbraucher kann auch ohne technische Vorkenntnisse den eigenen Stromverbrauch komfortabel und anwenderfreundlich auf dem PC, dem Tablet oder dem Smartphone abrufen. „Die Informationen werden intuitiv und leicht verständlich für den jeweiligen Anschlussnutzer auf einem individuellen Dashboard zusammengefasst“, betont Steve Pater. Der Kunde wird dafür sensibilisiert, wie viel Strom seine technischen Geräte überhaupt verbrauchen. Dies ermöglicht es ihm ganz gezielt  an seiner Energieeffizienz arbeiten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geht davon aus, dass allein durch die visuelle Anzeige der Verbrauchsdaten mehr als zehn Prozent Strom eingespart werden. Zusätzliche Potentiale bieten beispielsweise Energiespartipps oder Funktionen zur Disaggregation und Aufschlüsselung der Anteile einzelner Verbraucher am Gesamtenergieverbrauch.

Etablierte Software

Mit ITC PowerCommerce® MSB steht nun eine optimierte Lösung für die Visualisierung und Analyse von Energiedaten zur Verfügung. Der Fokus ist auf den Einsatz im Umfeld intelligenter Messsysteme gerichtet ist. Die gleiche DNA: Aufgrund der engen Verwandtschaft mit der Energiemanagement-Plattform ITC PowerCommerce® EnMS sowie mit dem Smart-Meter-Portal ITC PowerCommerce® SMP erbt das Kundenportal dieselben technischen Eigenschaften. ITC PowerCommerce® MSB ist damit einfach integrierbar, flexibel erweiterbar und kann an das individuelle Corporate Design des MSB angepasst werden. Unternehmen, bei denen das ITC-Portal bereits im Einsatz ist, können die neue Funktion durch zusätzliche Lizenzierung optional ganz einfach freischalten lassen. Neukunden können es auch als eigenständige Portal-Lösung nutzen.

Bereits heute nutzen namhafte Unternehmen die professionelle Software der ITC AG – darunter die Entega AG aus Darmstadt, Energie Wasser Bern, enviaM, TEAG Thüringer Energie, GASAG Solution Plus und die Vorarlberger Kraftwerke.

Hintergrund:

Mit der Zertifizierung des dritten Herstellers eines Smart Meter Gateways (SMGW) durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationtechnik (BSI) Mitte Dezember 2019 wurde die Basis gelegt für den flächendeckenden Einsatz intelligenter Messsysteme. Sobald das Bundesamt nun gemeinsam mit dem BMWi die technische Möglichkeit festgestellt hat und damit die sogenannte Markterklärung erfolgt ist, beginnt das Rollout. In den kommenden Jahren werden intelligente Messsysteme mit zertifizierten Smart-Meter-Gateways installiert, um alle herkömmlichen Stromzähler und Messsysteme zu ersetzen. „Rückblickend auf die ersten Smart Meter-Projekte in 2009 hat es nun schon über zehn Jahre gedauert, um den rechtlichen Rahmen für den Rollout zu schaffen und eine marktfähige Technologie bereitzustellen. Ich bin froh, dass nun endlich die letzten Schritte in Richtung Rollout gemacht werden, auf die nahezu die ganze Branche seit Jahren wartet“, sagt Steve Pater abschließend.

Kontakt

Unsere Energieexperten informieren Sie gern über die Möglichkeiten der Energiemanagement-Software und finden mit Sicherheit eine für Sie optimale Lösung für die Umsetzung Ihres Projektes.