Energiewissen

Energiemanagement-Software unterstützt Lastgang-Analysen mit künstlicher Intelligenz (KI)

Die Digitalisierung im Messwesen schreitet immer weiter voran. Seit 01.01.2025 ist der Einbau von intelligenten Messsystemen (iMSys) im Strommarkt verpflichtend. In der Wohnungswirtschaft sowie im Wärmemarkt wird eine Fernauslesung bzw. Ablesung via „drive-by“- bis Ende 2026 flächendeckend gefordert. Unterjährige Ablesewerte werden damit zunehmend verfügbar. Damit werden neue Möglichkeiten für die Ableitung von Effizienzmaßnahmen geschaffen, besonders im Gewerbe und den Kommunen. Dieses Thema greift die Energiemanagement-Software der ITC  mit neuen Funktionen rund um die Datenanalyse auf. Auch das Partnernetzwerk der ITC AG wird zudem um neue Kooperationen erweitert, um gemeinsam den dynamischen Anforderungen im Energiemanagement zu begegnen.

Die Energiemanagement-Software ITC PowerCommerce® EnMS hat sich bei vielen Anwendern verschiedener Branchen als ein universelles Werkzeug für Verwaltung, Auswertung und Überwachung von Energie- und Umweltdaten etabliert. Die Plattform wird seit circa 15 Jahren konsequent weiterentwickelt und erhält regelmäßig funktionale Erweiterungen.

Einfache Anomalieerkennung
Mit dem aktuellen Release leitet das Produktmanagement eine neue Evolutionsstufe ein und folgt dem KI-Trend. Die ITC Plattform erhält nun eine weitere Funktion für die automatische Auswertung von Lastgangdaten. Die Anwendung analysiert den individuellen Lastgang und ermittelt automatisch Anomalien der Grundlast, ohne weitere Angaben vom Anwender. „Bei der Analyse von Lastgängen wird immer noch entsprechendes Know-how für das ,Lesenʻ der Profile benötigt, um daraus Maßnahmen abzuleiten.“ sagt Steve Pater, Senior Technical Consultant der ITC AG. „Wir sehen großes Potenzial darin, Messwerte KI-gestützt zu interpretieren. Besonders bei großen Datenmengen werden zwingend automatisierte Lösungen benötigt.“

Starkes Partnernetzwerk
Neu im ITC-Partnernetzwerk sind Mako365, pixolus und E.ON One:

Um Messwerte aus iMSys einfacher im Energiemanagement zu integrieren, ist die ITC als Energieserviceanbieter (ESA) registriert. Messwerte aus iMSys können so im Auftrag des Anschlussnutzers bundesweit beim zuständigen Messstellenbetreiber durch ITC angefordert und direkt über die Marktkommunikation ausgetauscht werden. Ermöglicht wird es durch Kooperation mit Mako365, die mit MakoFlow eine Lösung für den standardisierten Datenaustausch in der Energiewirtschaft bereitstellt.

Im Rahmen der Kooperation der ITC mit pixolus, werden Kompetenzen beider Unternehmen gebündelt, um mobile Datenerfassung zu optimieren und nicht smarte Zähler für das Energiemanagement zu aktivieren. Mit Hilfe innovativer pixolus-Technologie lassen sich Zählerstände mobil via App scannen und maschinenlesbar speichern. Unterstützt werden dabei nicht nur elektro-mechanische Zähler mit Rollenzählwerk, sondern auch mit digitaler Anzeige.

E.ON One und ITC bieten im Rahmen ihrer Zusammenarbeit ganzheitliche Energiemanagementlösungen für Unternehmen aller Größenordnungen an. Beide Unternehmen stellen seit Jahren erfolgreich individuelle und cloudbasierte Energiemanagement-Software für Energieversorger zur Verfügung. Durch die Zusammenarbeit eröffnen sich neue Perspektiven: nun können Unternehmen jeglicher Größe angesprochen werden, um sie mit jeweils richtiger Software auszustatten.

E-world of energy and water – Professionelle Energiemanagementsoftware im Fokus

Vom 11. bis 13. Februar versammelte sich das Who-is-Who der Energiewirtschaft auf der E-world energy & water 2025 in Essen – der Fachmesse für die europäische Energie- und Wasserwirtschaft. Die ITC AG informierte Kunden und Interessierte über aktuelle Neuentwicklungen und Einsatzmöglichkeiten ihrer innovativen Portallösungen und Apps. Auf der Messe präsentierten rund 980 Aussteller aus über 34 Nationen den rund 33.000 Fachbesuchern ihre nachhaltigen Technologien und intelligente Dienstleistungen für die Energiezukunft auf der bisher größten Messefläche – ein Rekordwert.

„Die E-world ist einer der wichtigsten Impulsgeber für die Entwicklung einer nachhaltigen, sicheren und wirtschaftlichen Energieversorgung in Deutschland und Europa“, mit diesen Worten eröffnete Ministerpräsident Hendrik Wüst das Grand Opening der E-world 2025. Auch bei der ITC AG hat die Nachfrage nach effizienten Softwarelösungen und digitalen Angeboten deutlich zugenommen. Stefan Adler, CTO der ITC AG betont: „Wir spüren aktuell sehr deutlich, dass sich die gesamte Energiebranche inmitten der digitalen Transformation befindet. Stadtwerke, Energieversorger und Netzgesellschaften digitalisieren und automatisieren ihre Endkundenprozesse. Unsere Portallösungen und Apps, die wir stets an neue gesetzliche Anforderungen anpassen, sind schon lange kein Add-on mehr, sondern eine Notwendigkeit in der Online-Kundenkommunikation.“

Gesetzeskonform durch innovative Features
Seit 2025 besteht für Unternehmen und Energieversorger die Pflicht eine Vielzahl neuer gesetzlicher Vorgaben zu erfüllen, wie die digitale Barrierefreiheit nach BFSG im Online-Kundenservice, Umsetzung von dynamischen Stromtarifen oder die E-Rechnung.
Auch im Bereich des Energiemanagements sind Regelungen nach EDL-G, EnEfG sowie GEG für Unternehmen (unabhängig vom KMU-Status) und Stadtwerke verpflichtend. Die ITC reagiert darauf mit zahlreichen innovativen und flexiblen Portal- und App-Lösungen. Dazu gehört die professionelle Softwarelösung ITC Power Commerce® EnMS, mit welcher diese Anforderungen sowie auch ein automatisches Energiemonitoring oder ein Energiemanagementsystem für die Umsetzung der DIN EN ISO 50001 erfüllt werden können. Diese und weitere Features wurden Interessenten auf dem fortwährend gut besuchten Messestand der ITC AG im ITC-Portal und interaktiv in der App präsentiert.

RestAPI erleichtert Integration von Drittanbietern

Mit der erweiterten Rest API und der integrierten Multichannel-Middleware der ITC-Plattform können Dritt-Clients, wie Apps, EDM Systeme oder vorhandene EMS-Systeme einfach angebunden werden. Alle ITC-Portale werden vollständig im Responsive Webdesign entwickelt und sind für alle Geräteklassen, wie Desktop, Tablet oder Smartphone optimiert.

ITC-Lösungen entlasten Netzbetreiber

Die Thematik „Netzanschluss- und Installateurportale“ stieß bei den Gesprächen am ITC-Stand auf reges Interesse. Um Netzgesellschaften die Bearbeitung von Anträgen für Netzanschlüsse und Erzeugungsanlagen sowie digitalen Serviceprozessen zu erleichtern, hat ITC AG ihre Softwarelösung ITC PowerCommerce® Netz funktional erweitert. Die modulare Portallösung bietet eine automatisierte Verarbeitung von Antrags- und Anmeldeprozessen sowie einen optimierten Portalzugang für Installateure an. Das ITC-Netzanschlussportal ist einfach integrierbar, passt sich an das individuelle Corporate Design der Netzgesellschaft an und erfüllt damit sowohl alle gesetzlichen Anforderungen als auch Empfehlungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). „Auf diese Weise können Energieversorger ihren Endkunden kurzfristig alle gesetzlich geforderten Prozesse zur Verfügung stellen“, erklärt André von Falkenburg, Leiter Customizing der ITC AG.

Partnernetzwerk erweitert
Durch ein starkes Partnernetzwerk eröffnen sich auch auf der E-world neue Perspektiven und Handlungsspielräume sowohl für die Geschäftspartner als auch für Kunden, die von zahlreichen daraus entstehenden Vorteilen profitieren. Zu den neuen Kooperationspartnern der ITC gehören nun solche Unternehmen, wie pixolus GmbH, E.ON One GmbH und Mako365 GmbH.

E-world 2026
Die nächste E-world, findet vom 10. bis 12. Februar 2026 in der Messe Essen statt. Die ITC AG freut sich schon darauf, Sie an unserem Messestand J126 in Halle 3 wiederzusehen und über die aktuellsten Trends in der Energiewirtschaft zu informieren.

Energiemanagementlösung für automatisierte Lastgang-Analysen

Energiemanagement-Software automatisiert Lastgang-AnalysenDie Digitalisierung im Messwesen schreitet immer weiter voran. Seit 01.01.2025 ist der Einbau von intelligenten Messsystemen (iMSys) im Strommarkt verpflichtend. In der Wohnungswirtschaft sowie im Wärmemarkt wird eine Fernauslesung bzw. Ablesung via „drive-by“- bis Ende 2026 flächendeckend gefordert. Unterjährige Ablesewerte werden damit zunehmend verfügbar. Damit werden neue Möglichkeiten für die Ableitung von Effizienzmaßnahmen geschaffen, besonders im Gewerbe und den Kommunen. Dieses Thema greift die Energiemanagement-Software der ITC auf. Auf der E-world 2025 wird das aktuelle Release der ITC-Plattform, welches mit neuen Funktionen rund um die Datenanalyse aufwartet. Das Partnernetzwerk der ITC AG wird zudem um neue Kooperationen erweitert, um gemeinsam den dynamischen Anforderungen im Energiemanagement zu begegnen.

Die Energiemanagement-Software ITC PowerCommerce® EnMS hat sich bei vielen Anwendern verschiedener Branchen als ein universelles Werkzeug für Verwaltung, Auswertung und Überwachung von Energie- und Umweltdaten etabliert. Die Plattform wird seit circa 15 Jahren konsequent weiterentwickelt und erhält regelmäßig funktionale Erweiterungen.

Einfache Anomalieerkennung

Mit dem aktuellen Release leitet das Produktmanagement eine neue Evolutionsstufe ein und folgt dem KI-Trend. Die ITC Plattform erhält nun eine weitere Funktion für die automatische Auswertung von Lastgangdaten. Die Anwendung analysiert den individuellen Lastgang und ermittelt automatisch Anomalien der Grundlast, ohne weitere Angaben vom Anwender. „Bei der Analyse von Lastgängen wird immer noch entsprechendes Know-how für das ,Lesenʻ der Profile benötigt, um daraus Maßnahmen abzuleiten.“ sagt Steve Pater, Senior Technical Consultant der ITC AG. „Wir sehen großes Potenzial darin, Messwerte KI-gestützt zu interpretieren. Besonders bei großen Datenmengen werden zwingend automatisierte Lösungen benötigt.“

Starkes Partnernetzwerk

Neu im ITC-Partnernetzwerk sind Mako365, pixolus und E.ON One:

Um Messwerte aus iMSys einfacher im Energiemanagement zu integrieren, ist die ITC als Energieserviceanbieter (ESA) registriert. Messwerte aus iMSys können so im Auftrag des Anschlussnutzers bundesweit beim zuständigen Messstellenbetreiber durch ITC angefordert und direkt über die Marktkommunikation ausgetauscht werden. Ermöglicht wird es durch Kooperation mit Mako365, die mit MakoFlow eine Lösung für den standardisierten Datenaustausch in der Energiewirtschaft bereitstellt.

Im Rahmen der Kooperation der ITC mit pixolus, werden Kompetenzen beider Unternehmen gebündelt, um mobile Datenerfassung zu optimieren und nicht smarte Zähler für das Energiemanagement zu aktivieren. Mit Hilfe innovativer pixolus-Technologie lassen sich Zählerstände mobil via App scannen und maschinenlesbar speichern. Unterstützt werden dabei nicht nur elektro-mechanische Zähler mit Rollenzählwerk, sondern auch mit digitaler Anzeige.

E.ON One und ITC bieten im Rahmen ihrer Zusammenarbeit ganzheitliche Energiemanagement-lösungen für Unternehmen aller Größenordnungen an. Beide Unternehmen stellen seit Jahren erfolgreich individuelle und cloudbasierte Energiemanagement-Software für Energieversorger zur Verfügung. Durch die Zusammenarbeit eröffnen sich neue Perspektiven: nun können Unternehmen jeglicher Größe angesprochen werden, um sie mit jeweils richtiger Software auszustatten.

Neue App erleichtert die manuelle Zählerablesung für das Energiemanagement

Die ITC AG und die pixolus GmbH besiegeln ihre Zusammenarbeit mit einer offiziellen Partnerschaft und bündeln ihre Kompetenzen, um die mobile Datenerfassung zu optimieren und nicht smarte Zähler für das Energiemanagement zu aktivieren.

Manuelle Ablesung unverzichtbar

Die manuelle Zählerablesung wird in der Energie- und Wasserwirtschaft sowie im Energiemanagement noch viele Jahre unverzichtbar sein. Die Gründe dafür sind vielfältig: Gemäß aktueller Zahlen der Bundesnetzagentur waren zum Stichtag 30.06.2024 lediglich 9 Prozent der sogenannten Pflichteinbaufälle mit intelligentem Messsystem (iMSys) ausgestattet. Zudem entfallen auf die Gruppe der Endverbraucher und Anlagenbetreiber, die nicht zu den Pflichteinbaufällen zählen, rund 88 Prozent aller Messlokationen im deutschen Strommarkt. Das bedeutet: Auch nach dem Rollout wird das Gros der Messstellen nicht fernausgelesen. Zudem wird abseits der iMSys, beispielsweise bei Untermessungen sowie bei nicht regulierten Sparten wie Flüssiggas, Heizöl, Wasser und bei Festbrennstoffen, eine Zählerfernauslesung entweder nicht gefordert oder ist technisch nur schwer realisierbar.

Kompetenzen bündeln

Bereits seit vielen Jahren bilden pixolus und ITC Prozesse rund um die manuelle Zählerablesung ab, mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten. Während pixolus die Expertise in der mobilen Bildverarbeitung mitbringt, ganz besonders bei der Digitalisierung von per Smartphone-Kamera erfassten Zählerständen, bildet ITC unter anderem die Online-Zählerstandsmeldung in Kundenportalen und Apps sowie die Backendintegration ab. Darüber hinaus bringt ITC eine ausgereifte Energiemanagement-Software mit, die eine Auswertung der Ablesewerte ermöglicht. Aufgrund der direkten Anknüpfungspunkte der Anwendungsbereiche, haben sich beide Unternehmen nun dazu entschieden, sich mit ihren Lösungen zu unterstützen und das Portfolio jeweils sinnvoll zu ergänzen. Das gemeinsame Ziel ist es, durchgängige Lösungen zu schaffen und die mobile Datenerfassung zu optimieren.

Optimierte Ableseprozesse

Im Zuge der Zusammenarbeit setzt ITC auf die bewährten pixolus Bilderkennungs-Lösungen und integriert diese in ihre Portal-Lösungen als optionalen Baustein für die mobile Zählerstandserfassung. Stadtwerken, Energiedienstleistern und Netzbetreibern steht damit ab sofort das Feature „mobile Bildverarbeitung“ zur Verfügung. Endverbraucher sowie Ableser haben damit die Möglichkeit mobil via App einfach den Zählerstand zu scannen und als digitalen Wert zu speichern. Parallel wird automatisch ein Belegfoto erstellt. Die intelligente Bildverarbeitung extrahiert daraus anschließend den Zählerstand – selbst bei schlechten Lichtverhältnissen. Unterstützt werden dabei nicht nur elektro-mechanische Zähler mit Rollenzählwerk, sondern auch digitale Zählwerke mit digitaler Anzeige (mMe). Die digitalisierten Ablesewerte lassen sich direkt über die ITC App mit dem ERP-System für die Jahres- oder Zwischenabrechnung synchronisieren. Der Ableseprozess wird damit deutlich optimiert, da die manuelle Eingabe komplett entfällt. Ebenso werden Ablesefehler vermieden und die Verarbeitung erfolgt unverzüglich. Stefan Adler, CTO der ITC AG bemerkt: „Immer mehr Services unserer Portalplattform werden mobil oder in Apps genutzt. Mit der Integration der pixolus Technologie folgen wir konsequent dem Trend und schaffen einen echten Mehrwert im Bereich der mobilen Datenerfassung.“

Komplettlösungen für Filialisten und Kommunen

Im Rahmen der Kooperation stellt pixolus die Energiemanagement-Lösung von ITC unter der eigenen Marke als funktionale Erweiterung zu pixometer team zur Verfügung. „Die Erweiterung unseres Portfolios um das Energiemanagement-Modul von ITC sehe ich als einen logischen Lückenschluss. Denn nun können wir für Kunden und Interessenten eine durchgängige Komplettlösung anbieten – von der mobilen Datenerfassung bis hin zur Analyse der erfassten Energiedaten.“, betont Dr. Mark Asbach, Gründungsmitglied und Geschäftsführer der pixolus GmbH. Filialisten und Kommunen erhalten damit ein Werkzeug, die Datenerfassung in verteilten Liegenschaften effizient umzusetzen und erfasste Verbrauchswerte auszuwerten, beispielsweise im Zusammenhang mit Energiemanagementsystemen nach ISO 50001. Über eine neu geschaffene Schnittstelle synchronisiert pixometer team automatisch Zählerdaten sowie Ablesewerte mit dem neuen Energiemanagement-Modul von ITC und nutzt die importierten Werte unter anderem für Analysen, Kennzahlenberechnungen, Energiebilanzen und das Monitoring.

EnEfG: Messwerte des MSB noch einfacher ins Energiemanagement einbinden

Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) gilt seit November 2023 und setzt erstmals verbindliche End- und Primärenergieeinsparziele fest. Um diese Ziele zu erreichen, sollen Einsparmaßnahmen umgesetzt und Energie- oder Umweltmanagementsysteme installiert werden. Der Einsatz einer Softwarelösung ist dabei fast unverzichtbar, um Zähler, Verbrauchsstellen, Sparten sowie Datenquellen und Akteure im Managementsystem abzubilden. Durch die Einführung der neuen Marktrolle des Energieserviceanbieters (ESA) wurden die Hürden für Energiedienstleister bezüglich der Verarbeitung von Energiedaten aus intelligenten Messsystemen deutlich gesenkt. Seit Februar 2024 ist auch die ITC AG bei der Bundesnetzagentur als ESA registriert.

Das EnEfG hat das Ziel, den Energieverbrauch zu reduzieren, CO2-Emissionen zu senken und so langfristig eine nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen. Es verpflichtet Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Rechenzentren zur Steigerung ihrer Energieeffizienz. Die Anwendung einer Energiemanagementsoftware ist dabei nahezu alternativlos, um alle Messwerte, Datenquellen und Akteure im Managementsystem abzubilden sowie die eigenen Energie- und Umweltmanagementprozesse zu automatisieren. Bei der Einführung entsprechender Software-Tools stellt sich aber stets die Frage nach der Datenintegration. „Deshalb versuchen wir schon im Einführungsprojekt, alle vorhandenen Verbrauchsstatistiken, Messungen und sonstige relevante Datenerfassungssysteme in unserer Softwarelösung zu integrieren. Die Einbindung der abrechnungsrelevanten Stromzähler ist für uns als Dienstleister nun auch deutlich unkomplizierter geworden, dank der neuen ESA-Rolle“, sagt Steve Pater, Technischer Berater der ITC AG. Er begleitet die Einführung von Energiemanagementsoftware in Kommunen und Unternehmen.

ESA-Rolle vereinfacht die Einbindung von Messdaten des MSB

Wenn Energieberater oder andere Dienstleister (z.B. im Contracting-Umfeld) bisher Zugriff auf RLM-Daten ihrer Kunden benötigten, mussten sie diese Messwerte beim jeweils zuständigen Messstellenbetreiber (MSB) anfragen. Ob überhaupt, wie und unter welchen Bedingungen die Messwerte bereitgestellt wurden, konnte jeder MSB selbst festlegen. Einen Standard gab es dafür nicht. Diese Lücke wird nun mit der Einführung des ESAs geschlossen und der Dialog zwischen Dienstleistern und Messstellenbetreibern sowohl prozessual als auch technisch standardisiert.

Die neue Marktrolle verpflichtet MSB dazu, mit ESAs als beauftragten Service-dienstleister zu kommunizieren und die erforderlichen Daten bereitzustellen. Der Vorteil dabei liegt in der Standardisierung der Kommunikation zwischen ESA und MSB. Für die Bereitstellung der Messwerte wird ein Entgelt erhoben. Dafür wurden Preisobergrenzen festgelegt. „Wie beim Lieferantenwechsel erfolgt der Austausch zwischen den Marktpartnern über festgelegte Übertragungswege und Datenformate wie AS4 und EDIFACT – von der Angebotsanfrage bis hin zur Datenübermittlung. Dadurch kann die gesamte Prozesskette nun weitgehend automatisiert werden“, betont Steve Pater.

Potenzielle Kunden für die Dienstleistungen der ESAs sind vor allem Unternehmen, die über eingebautes intelligentes Messsystem verfügen, einen hohen Energieverbrauch verzeichnen und deren Ziel es ist, ihr energetisches Verhalten zu optimieren. Durch die Analyse und Visualisierung von Messdaten ist es dem Energieserviceanbieter als externem Marktteilnehmer nun möglich, solche Unternehmen bei der Optimierung des eigenen Energieverbrauchs zu unterstützen.

Zunächst können über den ESA nur Messwerte aus Stromzählern beschafft werden. Branchenakteure rechnen jedoch damit, dass der Standard später auch auf weitere Sparten, insbesondere Gaszähler, ausgeweitet wird.

ITC AG bietet als ESA bundesweit „Energiemanagement-as-a-Service“

Die ITC AG ist seit Februar 2024 bei der Bundesnetzagentur offiziell als ESA registriert und bietet das Onboarding von bestehenden Hauptmessungen in die Energiemanagementplattform nun bundesweit auch über den standardisierten Weg des Energieserviceanbieters an. Unternehmen sowie Kommunen mit verteilten Liegenschaften können so unkompliziert alle Hauptzähler einbinden – auch wenn für diese jeweils verschiedene MSB zuständig sind. Die offene Plattform steht auch anderen ESA zur Verfügung und kann durch den White-Label-Ansatz leicht in eigene Produkte und Dienstleistungen integriert werden.

Weltmarktführer Sto verbessert Energieeffizienz mit ITC-Software

Das Energiemanagement der Sto SE &Co. KGaA ist schon jetzt eine Erfolgsgeschichte, zu der auch die Software der ITC AG gehört. Der international führende Hersteller von Produkten und Systemen zur Beschichtung von Gebäuden und Weltmarktführer für Wärmedämm-Verbundsysteme setzt sich seit Jahren für die Steigerung von Energieeffizienz ein – sowohl durch die hergestellten Produkte als auch beim eigenen Energieverbrauch. Die Software ist seit 2019 bei Sto im Einsatz. So konnten beispielsweise Auffälligkeiten im Energieverbrauch eines Produktionsstandortes im Vergleich zu den anderen Standorten festgestellt und schließlich zielführend optimiert werden.

„Es ist ein mächtiges Tool, das uns sehr geholfen hat“, sagt Klaus Volk, Gesamtverantwortlicher für das Energiedatenmanagement von Sto. Aktuell werden fernausgelesene RLM-Zähler, manuell abgelesene Zähler und virtuelle Zähler in der Anwendung verwaltet. Somit können die Energieverbräuche der Produktionsstandorte, von Vertriebsregionen, eigenen Verkaufscentern und Tochtergesellschaften erfasst, analysiert und ausgewertet werden, um Auffälligkeiten bei den Energieverbräuchen und Einsparpotentiale zu identifizieren.

Deutlich weniger Verwaltungsaufwand

Positiver Nebeneffekt der Software-Einführung: der administrative Aufwand hat deutlich abgenommen. Die zuvor rund 150 verteilt geführten Tabellen für die nach ISO 50001 relevanten Unternehmensbereiche wurden durch die Digitalisierung zu zehn zentral geführten Tabellen zusammengefasst.

Einfache Integration der Zählerfernauslesung (ZFA)

Knapp 20 Mitarbeiter arbeiten aktuell mit der ITC-Software. Alle sind auch Mitglieder der Energieteams oder Repräsentanten im Energienetzwerk. 2019 hatte Sto die Software eingeführt, um alle energierelevanten Daten aller Standorte zentral zusammenzuführen und zu verwalten. Auf dieser Basis werden nun fortwährend Energiebilanzen erstellt und wesentliche Energieverbraucher (Signifikant Energy Users, SEU) anhand von Kennzahlen überwacht. An einigen Standorten wurden Zähler bereits vor Einführung vom jeweils zuständigen Messstellenbetreiber (MSB) fernausgelesen. Das vom MSB eingesetzte Zählerfernauslesesystem konnte dann unkompliziert über Standardschnittstellen angebunden werden. Daneben kommt der manuellen Ablesung aber immer noch eine große Bedeutung bei der Datenerfassung zu. Auch dafür hält die Energiemanagement-Plattform geeignete Funktionen bereit.

Effizienter Nachweis für Einhaltung der Anforderungen der ISO 50001

“Für uns ist es wichtig, nicht nur die Energieverbräuche der wesentlichen Verbraucher abzubilden, sondern durch Referenzierung zum Beispiel auf Produktionsmengen auch zugehörige Energieleistungskennzahlen (EnPI) ableiten zu können und deren Entwicklung zu überwachen“, betont Klaus Volk. Bezugsgrößen, wie Produktionsmengen, werden dabei manuell und überwiegend monatlich erfasst. „Die eingebaute Regressionsanalyse ermöglicht uns darüber hinaus die Qualität der Kennzahlendefinitionen zu beurteilen. Letztlich hilft uns das System, die Einhaltung der Anforderungen der ISO 50001 effizient nachzuweisen“, fügt er hinzu.

 

Professionelle Software mit vielen Werkzeugen

„Genau für die Einhaltung dieser Anforderungen, die Durchführung von Energieaudits nach DIN EN 16247-1 und das standortübergreifende Management von Energiedaten, Umweltdaten und anderen Kenngrößen steht ja unsere Software ITC PowerCommerce ® EnMS als professionelles Energiemanagement-Portal“, sagt Steve Pater, Senior Technical Consultant der ITC AG. Die Plattform bietet verschiedene Werkzeuge für
• die Verbrauchsanalyse (Visualisierung und die Analyse von historischen Messwerten und Kenngrößen),
• Bilanzierung (Sankey-Darstellungen und Tortendiagramme für die Darstellung von Energie-, CO2 – und Kostenbilanzen),
• das Reporting (detaillierte Messstellenreports – entweder ad hoc für frei wählbare Berichtszeiträume) oder zeitgesteuert in festen Intervallen
• die Lastganganalyse (Dauerlinien-Darstellung für Häufigkeit bestimmter Wertebereiche, Heatmap-Darstellung für außerordentliche Messwerte) und
• das Monitoring (kontinuierliche Überwachung und bei außerordentlichen Ereignissen umgehende Alarmierung).

Offene Plattform mit vielen Möglichkeiten

Dass ITC PowerCommerce ® EnMS ein mächtiges Werkzeug ist, steht für Steve Pater außer Frage. Er weiß, dass die offene, etablierte Softwareplattform von ganz kleinen Projekten bis hin zu großen Projekten mit zehntausenden Messstellen skaliert. „Sie fungiert über zahlreiche fertige Schnittstellen als Integrations-und Datenaustauschplattform mit beliebigen Drittsystemen, IoT-Devices und Gateways.“

Investitionskosten nach tatsächlichem IT-Bedarf

Sto nutzt die cloudbasierte Betriebsvariante und somit den Vorteil, dass sich die Kosten variabel am tatsächlichen IT-Bedarf ausrichten. Fixe Investitionskosten, wie beim On-Premise-System im eigenen Rechenzentrum, gibt es nicht. Die skalierbare und hochverfügbare Portal-Cloud bietet zudem höchstmögliche Sicherheit. Das Hosting und der Betrieb erfolgen in ISO 27001 zertifizierten, deutschen Rechenzentren mit exzellenter Verfügbarkeit und unter Einhaltung der strengen europäischen Datenschutzbestimmungen.

Kontinuierliche Erfassung und stete Kontrolle

Aus der Arbeit mit der ITC-Software wissen die Sto-Mitarbeiter, dass eine kontinuierliche Überprüfung der Daten zwingend notwendig ist. Einerseits um zeitnah reagieren zu können und andererseits um Ansatzpunkte zu finden, an denen es wirklich auch wirtschaftlich Sinn macht, Energie einzusparen. Für Klaus Volk ist klar: „Bei einem bereits gut beherrschten technischen Prozess können energetische Einsparungen durch Optimierung in den übergeordneten Produktions- und Logistikprozessen deutlich größer sein als durch weitere Verbesserung der Technik.“

Über die Sto SE &Co. KGaA

Die Sto SE & Co. KGaA mit Sitz im baden-württembergischen Stühlingen-Weizen ist ein Hersteller von Farben, Putzen, Lacken und Beschichtungssystemen sowie Wärmedämm-Verbundsystemen. Weitere Schwerpunkte sind Betoninstandsetzung, Bodenbeschichtungen, Akustik- und vorgehängte Fassadensysteme. Das 1955 gegründete Unternehmen beschäftigt heute weltweit mehr als 5.700 Mitarbeiter in 38 Ländern und 50 Tochtergesellschaften.

Kontakt

Unsere Energieexperten informieren Sie gern über die Möglichkeiten der Energiemanagement-Software und finden mit Sicherheit eine für Sie optimale Lösung für die Umsetzung Ihres Projektes.