Energiewissen

ebIX

Das ebIX-Format ist ein vom „European forum for energy Business Information exchange“ festgelegtes Dateiformat. Es dient  dem standardisierten Datenaustausch für den Strommarkt (z.B. in der Schweiz).  Das Format ermöglicht dabei unter anderem dem Austausch von Messdaten.

Das European forum for energy Business Information exchange ist eine gemeinnnützige Organisation, die das Ziel verfolgt, den Datenaustausch im Umfeld der Energiewirtschaft voranzutreiben und zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf den europäischen Binnenmärkten für Strom und Gas.

Das entsprechende Framework wird von allen Energieversorgern der beteiligten Länder (Deutschland, Schweiz, Belgien, Niederlande usw.) unterstützt. Ein weiteres gebräuchliches Dateiformat für Energiedaten ist z.B. MSCONS. Dieses Format ist speziell in Deutschland verbindlich.

Weitere Informationen: European forum

ebIX-Organisation

ebIX-Organisation

Energieaudit

Ein Energieaudit ist ein definierter, mehrstufiger Energieberatungsprozess gemäß DIN EN ISO 16247. Der Prozess wird durch einen entsprechend ausgebildeten Experten (Energieberater) durchgeführt. Im Rahmen eines Energiemonitorings werden dabei sowohl der Energieeinsatz als auch der Energieverbrauch systematisch ermittelt und bewertet. Weiterhin können Einsparpotenziale sowie entsprechende Effizienzmaßnahmen abgeleitet und bewertet werden.

In Abgrenzung zum klassischen Energiemanagement ist ein Energieaudit kein kontinuierlicher Prozess. Der Prozess endet mit der Übergabe und Diskussion des Energieauditberichtes. Der Prozess kann mit Hilfe eines Energieauditassistenten durchgeführt werden.

In Deutschland sind Unternehmen, die kein kleines Unternehmen sind (Nicht-KMU) verpflichtet, ein Audit gemäß DIN EN ISO 16247 durchzuführen. Diese Verpflichtung wurde im Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) festgeschrieben. Allerdings sind Unternehmen von der Pflicht freigestellt, die ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach EMAS besitzen.

Ablauf eines Energieaudits nach DIN EN ISO 16247-1 mit Unterstützung des ITC Energieaudit-Assistenten

Ablauf eines Energieaudits nach DIN EN ISO 16247-1 mit Unterstützung des ITC Energieaudit-Assistenten

Energieauditassistent

Der Energieauditassistent ermöglicht es, den Energieaudit-Prozess effizient, strukturiert und zentral mit Hilfe einer Software zu managen. Nach DIN EN 16247-1 sind fast alle „Nicht-KMU“ Unternehmen in Deutschland verpflichtet, mindestens ein Energieaudit durchzuführen und das anschließend alle vier Jahre zu wiederholen.

Ein Energieauditassistent kann als Software-as-a-Service (SaaS) als auch On Premises, für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum zur Verfügung stehen.

Er basiert auf der Norm DIN EN ISO 16247-1 und ermöglicht die strukturierte Durchführung eines Energieaudits entsprechend der in der Norm definierten Schritte. Checklisten unterstützen die Umsetzung.

Diese Schritte beinhalten zum Beispiel:

  • 1. Projekterklärung (einleitender Kontakt und Auftaktbesprechung)
  • 2. Datenerfassung (historische Energieverbrauchsdaten, Hauptverbraucher, Energieeinflussgrößen)
  • 3. Außeneinsatz (Inspizierung des Objektes, Zustand, Arbeitsabläufe, Einfluss auf den Energieverbrauch)
  • 4. Analyse (Erfassung der energetischen Situation, Ableitung von Energieleistungskennzahlen (EnPI), Energieflüsse)
  • 5. Projektabschluss (Abschlussbericht und Besprechung)

Energieauditassistent Energieauditsoftware DIN EN 16247-1

Energieauditassistent

Energieberichte

Energieberichte und Reports dienen im Energiemanagement und im Energiecontrolling der Dokumentation von Ergebnissen. Sie  bieten die Möglichkeit Auswirkungen umgesetzter Maßnahmen zu dokumentieren und Projektbeteiligte zu informieren. Außerdem werden sie im Rahmen der Management-Bewertung genutzt.

Für die Auswertung wird oft ein liegenschaftsübergreifender Jahres-Energiebericht oder liegenschaftsbezogene Monats- und Jahres-Energieberichte erstellt. Der Einsatz einer Energiecontrolling-Software kann dabei durch integrierte Muster-Berichte und Vorlagen eine wesentliche Zeitersparnis mit sich bringen.

Neben Verbräuchen können in Berichten Kosten, CO2-Emissionen oder Maßnahmen enthalten sein und damit als Grundlage für Tätigkeitsberichte, Umweltberichte oder Nachhaltigkeitsberichte (CSR-Reports) dienen.

Liegen­schafts­über­grei­fende oder liegen­schafts­be­zogene Monats- und Jahres-Energie­be­richte dienen zur Dokumentation der Wirksamkeit von Maßnahmen im Energiemanagement oder Energiecontrolling.

Energieberichte

Energieleistungskennzahlen

Energieleistungskennzahlen (engl. energy performance indicator – kurz: EnPI) sind individuelle anwendungs- oder branchenspezifische Messgrößen. Sie dienen der Bewertung der energiebezogenen Leistungen eines Betrachtungsobjektes (z.B. einer Maschine, einer Anlage, eines Prozesses oder einer Organisation). Die Kennzahlen können als einfache Metrik oder aber als Verhältniszahlen beschrieben werden. Sie können aber ebenso durch eine komplexe Bildungsformel errechnet werden. Einen Leitfaden für die Bildung von Energieleistungskennzahlen in Unternehmen bietet die Norm ISO 50006.

Jedes Unternehmen, dass nach DIN EN ISO 50001 ein Energiemanagementsystem aufbauen möchte, ist verpflichtet, angemessene Kennzahlen zu ermitteln und in einem Kennzahlensystem zu erfassen. Die müssen regelmäßig erfasst und verglichen werden. Der Zweck der Kennzahlen ist es, gleichartige Prozesse und Produktionen im Sinne eines Benchmarking zu vergleichen. Ebenso kann der Erfolg von Optimierungsmaßnahmen bewertet werden.

Energieleistungskennzahlen EnPI

Energieleistungskennzahlen EnPI

Energiemanagement

Der Begriff Energiemanagement ist ein Sammelbegriff. Er umfasst die organisatorischen Vorgänge zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit, z.B. in Unternehmen, Organisationen und Kommunen. Des weiteren beinhaltet es Massnahmen zur systematischen Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz.

Das Energiemanagement wird vor allem im gewerblichen, industriellen und im kommunalen Umfeld angewendet. Dabei werden sämtliche energierelevanten Einrichtungen (z.B. Gebäude, Maschinen, Anlagen) und deren Einflussgrößen (z.B. Außentemperatur, Bedienung) betrachtet. Zu den Kernfunktionen zählen neben der Erfassung von beliebigen Messwerten vor allem Möglichkeiten zur Visualisierung und Analyse, zur Budgetüberwachung, zum Monitoring von Grenzwerten, und zur Normierung sowie zur Bildung von Energieleistungskennzahlen (EnPI) .

Die Ziele dieses Managements sind die Ressourcenschonung, Kostensenkungen sowie die Sicherstellung des Energiebedarfs der Nutzer. Anwendungsbereiche sind das gewerbliche Energiemanagement in der Produktion und Logistik, im Wohnungsbau oder im Gebäudemanagement.

Die Anforderungen an Energiemanagementsysteme werden in der Norm DIN EN ISO 50001 beschrieben.

Funktionen der Energiemanagement Software ITC Power­Com­merce® EnMS

Funktionen der Energiemanagement Software ITC Power­Com­merce® EnMS

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